Regionsoberliga OstsachsenTBSV Neugersdorf 1. – NSV Gelb-Weiß Görlitz 29:27 (15:12) – „Mühsamer Arbeitssieg“

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Nach dem bisher erfolgreichen Heimspieltag kam es zum Abschluss zur Partie der 1.Männer des TBSV. Gegen den Tabellen-Letzten, wollte man sich für die knappe Niederlage in Görlitz revanchieren und von der Vorwoche rehabilitieren. Dafür war Anton wieder mit dabei, nur Nick Düring fehlte. Ebenfalls konnte man Maik Rauch als Zuschauer begrüßen, der immerhin schon wieder ohne Gehhilfen (nach Achillessehnenriss) unterwegs ist.
Um 18 Uhr ging es los, und irgendwie war es ein verrückter und auch wieder mäßiger Start der TBSV-Männer. Denn man geriet erst einmal in Rückstand, da die Visiere wohl noch nicht passend eingestellt waren, und die Görlitzer kuriose Tore erzielten (Stefan wehrte einen Lupfer erst ab, um dann mitsamt eigenenm Körper und Ball ins Tor zu rutschen). So gelang es den Gästen bishin zur 17. Minute in Führung zu liegen. Denn vor allem mit der mann-orientierten Deckung hatte der TBSV-Angriff so seine Probleme, bzw. erspielte man sich nicht die einfachsten Wurfpositionen. Aber die Ansagen und Korrekturen von der Bank aus waren zielführend, so stand wieder ein recht junges Team auf der Platte. Also halfen genau die mutigen Aktionen im Angriff, , die man schon von Beginn an machen wollte. Der Tiefgang in die Lücken hatte wesentlich mehr Wirkung, als der Versuch des Fernwurfes. Tim Stanke konnte dann mit drei Strafwürfen das Spiel drehen, und mit Überzeugung und Power warfen auch Tom und Johannes die nötigen Tore. Man hatte sich berappelt, hatte bis zur Pause aber noch mehrmals Wurfpech, bzw. war der Görlitzer Torhüter auch immer wieder gut im Spiel. Mit 15:12 ging es in die Pause.








„Nur“ 3 Tore Vorsprung zur Pause, ausreichend oder doch viel zu wenig ? Jedenfalls war man vorn, nachdem man anfangs viel Mühe hatte. Görlitz hatte überhaupt nichts zu verlieren, und konnte alles reinhauen, das müsste man noch deutlicher unterbinden und eigenen Profit daraus erlangen.
Deutlich stärker begann der TBSV die 2. Halbzeit, und konnte dank starker Paraden von Stefan, die optimale Basis für erfolgreiche Angriffe legen. Mit drei Toren in Folge war man mit 18:13 vorn. War nun der Knoten geplatzt und man hatte die Partie im Griff ?
Die Auszeit der Neugersdorfer brachte anscheinend den Gästen soviel Luft, dass Sie anschließend für mächtig Spannung sorgten. Denn selbst in Unterzahl machten die Gäste nun selber vier Tore in Serie. Unnötige Fehler und wieder viel mehr Mühe, die Lücken zu finden, oder in gute Wurfpositionen zu kommen, machten es dem TBSV schwer. Das man nun mächtig ins Schwimmen kam, hatte zur Folge, das die jungen Wilden nochmal alle zusammen für den nötigen Schwung sorgen sollten. Den Ausgleich und Rückstand (20:20 bis 20:22) musste man dennoch hinnehmen. Mit überzeugenden Aktionen antwortete man aber direkt und gelang selber wieder in Führung. Das 24:23 von Sebastian Sohr leitete die Schlussphase ein. Die Halle half nun dem Team lautstark und bejubelte jede Abwehr-Aktion und Parade. Anton steuerte 90 Sekunden vor Schluss das 27:25 bei, und holte dazu eine Zeitstrafe heraus. Was dem Gäste-Trainer in höchstem Maße missfiel. Im letzten Time-Out waren die Ansagen wohl beiderseits gleich, es braucht Tore. Dem abermaligen Anschlusstreffer folgte ein ganz wichtiger Treffer von Erik Stanke. Der sehr starke Görlitzer Wauer gab sich nicht geschlagen, und machte per Strafwurf das 28:27. Im letzten Angriff gingen die Gäste natürlich All-In. Manndeckung direkt ab Anwurf. Doch zielorientiert und mit allerletzter Power haut Johannes den Ball aus der Rückraum-Mitte ins Tor. End-Sirene, Sieg. 29:27.
Der wohl typische Arbeitssieg. Gegen einen sich nicht aufgebenden Gegner, hatte man trotz schwieriger Phase, das Spiel als Sieger beendet. Es war ein Mix aus Paraden, harter Abwehr-Arbeit, und aufreibenden Offensiv-Aktionen gegen eine durchaus kompakte Görlitzer Abwehr, welcher am Ende zum knappen Sieg reicht. Für die Zuschauer schön spannend, aber für alle die, die aktiv waren, trainiert und dokumentiert haben, eine eher angespannte Stunde Handball. Das sich alle richtig reingehauen haben, sah man auch an der Tore-Verteilung. Nahezu alle eingesetzten Feldspieler wollten die nötigen Tore erzielen, um den Sieg zu erringen. Das Tore verhindern gelang Stefan über 60 Minuten auch bestens, auch wenn es ein paar kuriose Szenen gab. Für die ausstehenden Spiele sollte so eine Geduldsprobe die beste Vorbereitung sein, kann man sich ja noch bis auf Platz 5 vorarbeiten. Nun galt es erstmal Freibier zu genießen, und dann sich bis zum 5.4. optimal auf die SG Sohland/Friedersdorf vorzubereiten.
Es waren aktiv: O. Krannich, St. Twork (Tor)
T. Trodler 4, N. Schlapmann 1, T. Stanke 3/3, S. Sohr 2
M. Komassa 2, U. Isenschmied 2, F. Wießner 2,
J. Franze 5, A. Bayer 4, E. Stanke 3, E. Heidrich 1/1, Ph. Kumpf
Bank: M. Bastisch, Th. Bruckmann-Klippel