Im vorletzten Heimspiel der TBSV-Frauen kam es zum Duell am Tabellenende. Und auch anhand der durchaus respektablen Leistungen der letzten Spiele gab es nur ein Ziel, einen Sieg. Leider entspannte sich die Personal-Situation zur Vorwoche hin, nicht, also wurde mit jungen Kräften aufgefüllt. Auch beim Gegner war die Bank spärlich besetzt, demzufolge schon mal kein Nachteil.










Vor der Partie gab es Verabschiedungen, ironischerweise fast passend zur Personal-Not.
Die 2 ehemaligen TBSV-Spielerinnen Josephine Liebscher und Kimberly Menofs wurden mit viel Beifall und auch viel viel Dank für Ihre Leistungen nochmal gefeiert und beschenkt.
Danke an Euch und viele Erfolge in der Zukunft!
Vielversprechend, mit einiger Power und tollem Engagement startete die Partie für den TBSV. Mit einer guten Effizienz platzierte man die ersten Bälle in den Maschen des gegnerischen Tores. Mit einem tollen 9:4 absolvierte man die ersten Minuten. Dennoch gab es einen großen Makel, denn waren es bisher nur vier Gegentore, musste man schon feststellen, dass das Spiel der Gäste deutlich auf und von Mitte-Spielerin Jendryke ausgelegt und geleitet wurde. Zu einfache Würfe aus dem Rückraum waren möglich. Also musste unter anderem in den Auszeiten besprochen werden, das die Abwehr da besser agieren musste. Nur leider kamen die Hoyerswerdaerinnen bis zur Pause hin, etwas zu gut in die Partie. Sie gingen mit viel Wucht in die TBSV-Abwehr. Nach einer weiteren Zeitstrafe gegen Neugersdorf fiel auch noch das 17:16 vor Ablauf der 1. Halbzeit.

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Da war der schöne Vorsprung auf einmal auf nur noch ein Tor eingeschmolzen. Doch wenn man die Abwehr wieder verbessern würde, und so auch mal Nicky im Tor einen Ball halten könnte, sollte man den Vorsprung wieder ausbauen können. Dafür braucht es aber weiterhin viel Einsatz und den nötigen Willen unbedingt gewinnen.
Hoyerswerda kam aber besser aus der Kabine und legte mit einer 0:3-Serie vor, und plötzlich in Rückstand mussten sich nun alle TBSV-Spielerinnen einen Ruck geben und das Spiel wieder drehen. Dank starker Aktionen von Marcela, Leonie und sehr kraftintensiven Spiel von Danny am Kreis gelang der Ausgleich, später auch wieder die Führung (22:21, 23:22). Auch das Tempo wurde erhöht und man profitierte von Fehlern und Ballverlusten der Gäste. Diese minimierten sich dann durch eine rote Karte, und hatten für die restlichen 15 Minuten keine Wechselmöglichkeiten mehr. Der Spielverlauf war dem Hoyerswerdaer Trainer schon davor und auch später ein absoluter Dorn im Auge. Er war bei den entsprechenden Ansagen in den Auszeiten „not amused“ über die Leistung seiner Spielerinnen. Daraus konnte Neugersdorf durchaus Kapital schlagen. Vor allem Katharina Rothenburger fand nun mit sehenswerten Toren oft die richtige Lösung im Angriffsspiel. Ebenso konnte nun auch Nicky im Tor ein paar wichtige Paraden zeigen oder war im Einklang mit Pfosten und Latte, was durchaus hilfreich war für die Einleitung schneller Angriffe. Vor Beginn der Schlussphase nahm der TBSV noch eine Auszeit. Für die letzten Minuten galt, Kopf frei machen und einfach Handball spielen. Der Plan ging ziemlich gut auf, da sich die schon besagte Danny am Kreis ebenso belohnte und die Tore, in Richtung Sieg, erzielte. Hoyerswerda war nun zu viel mit den eigenen Fehlern und auch nahezu jedem Pfiff der Schiedsrichter beschäftigt, und verlor so den Fokus auf das Spiel. Da im letzten Angriff, ein schnell auszuführender Freiwurf von Katharina Rothenburger verhindert wurde, sah Sie die rote Karte. War regeltechnisch eben korrekt ausgeführt, aber zum Glück ohne jegliche Wirkung. Den Strafwurf zum 34:30 konnte die beste Gäste-Spielerin Jendryke noch verwandeln, das war aber nur noch Ergebniskosmetik. Der erwünschte Heimsieg war sicher.
Die jubelnde Spielertraube nach Abpfiff war ein klares Zeichen, wie wichtig dieser Sieg war. Und trotz einer Schwächephase von etwa 10-15 Minuten, konnte man dieses Mal die nötige Leistungssteigerung im Spiel bringen, und nutzte die Fehler des Gegners recht effizient aus. Auch die eingesetzten jungen Spielerinnen konnten Ihre Kurzeinsätze mit guten Leistungen untermauern.
Das die erzielten 34 Tore wie auch schon gegen Radeberg wohl eine Glückszahl sind, ergab sich aus einer richtig guten Toreverteilung, wobei Marcela Bretschneider mit 13 Toren herausstach, doch auch der gesamte Rückraum und vom Kreis aus, war man weiteren 16 Toren sehr stark. Nur über die Torhüter-Leistungen sollte man sich für die Zukunft mal ein paar Gedanken machen, um es mal direkt auf den Punkt zu bringen.
In den verbleibenden zwei Spielen gegen die Dresdener Ballier-Elfen und den gegenwärtigen Meister-Kandidaten Heidenau, geht es dann nur darum, noch einmal besten Einsatz zu zeigen und mit viel Spaß am Handball, die Saison zu Ende zu bringen. Vielleicht verbessert sich die Personal-Lage ja noch einmal. Wünschenswert wäre es.
TBSV spielte mit: N. Liebscher (Tor)
Jette Schellenberger 3, K. Penter 3, M. Bretschneider 13, D. Förster 5
D. Franze, K. Rothenburger 5, L. Schulz 3, A. Wünsche, M. Thomas,
R. Fügner 2
Bank: S. Scholze, M. Brocksch